Lange bevor die Erlacher Funkenzunft offiziell gegründet wurde, waren es Buben aus dem Stadtteil Hohenems-Erlach, die sich jeweils am Funkensonntag trafen. Sie sammelten alles mögliche brennbare Material(Umweltschutz spielte damals noch keine Rolle), machten einen Haufen daraus und zündeten diesen an. Das ganze war völlig unorganisiert, aber eine riesen Gaudi. Sogar zahlreiche Zuschauer fanden sich jeweils zu diesem Ereignis ein. Das ganze fand am Fusse des Schlossberges im historischen Gelände des "Tiergartens" statt. Es wird aus verlässlicher Quelle berichtet, dass diese Aktivitäten schon vor 1900 begannen. Burschen aus anderen Stadtteilen wurden darauf aufmerksam und versuchten,hier kräftig mitzumischen, was aber von den "Erlachern" nicht zugelassen wurde. Diesbezüglich wird von heftigen "Gefechten" berichtet, die dann letztendlich zum Erfolg führten. Es wurde und blieb dann eine reine "Erlacher" Veranstaltung Das ging so weiter, bis am Funkensonntag 1962 etliche stramme Burschen auf die Idee kamen, dem Ganzen einen geordneten Rahmen zu geben. Gesagt, getan! Am Abend nach dem Abbrennen des wilden Materialhaufens, machte man sich auf ins nahe gelegene Gasthaus "Schiffle" um zur Tat zu schreiten. Nachdem der abgebrannte Kleinfunken ausgiebig getränkt wurde, schritt man unverzüglich zur Gründung einer Funkenzunft. Es wurden folgende Funktionäre gewählt:
Stellvertreter und Chronist: Alois Maierhofer + Funkendaddy: Hermann Fenkart + Transportführer: Friedrich Fenkart Funkeningenieur: Herbert Hammerer + Protokoll und Schriftführer: Goswin Häfele Kassier: Hartmut Häfele Funkenfotograf: Werner Seewald Hilfskräfte: Gebhard Burtscher+, Josef Fenkart, Hans Amann, Friedl Taucher In den folgenden Jahren nahm die Erlacher Funkenzunft eine stetige Aufwärtsentwicklung. Mehrmals musste ein neuer Funkenplatz gefunden werden. Es kamen von Jahr zu Jahr mehr Besucher. Ein Glücksgriff war dann das Jahr 1982, als wir von den Familien Dr.Bertel und DDr.Berchtold das Gelände des ehemaligen Steinbruchs im Erlach zur Verfügung gestellt bekamen. Diesen Platz benützen wir heute noch. Mittlerweile ist das Funkenabbrennen jeweils am Funkensonntag (der Sonntag nach Aschermittwoch) ein Grossereignis geworden. Nachstehend die Obmänner unserer Funkenzunft nach Rudolf Lepuch:
Ehrenmitglied
Bernd Mathis Juli 2002 - Sept. 2004
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